Silhouetten erhobener Hände vor einem grellgelben Bühnenlicht

Die fünfziger Jahre: Rock 'n' Roll in den USA

Am Anfang steht der Rock 'n' Roll, der in den fünfziger Jahren in den Vereinigten Staaten entstand. Am häufigsten fallen dabei drei Namen: Chuck Berry, Little Richard und Elvis Presley. Sie legten die Grundlagen des Genres, auf denen spätere Musikergenerationen aufbauten.

Für die Geschichte der Rockmusik ist dieses Jahrzehnt ein fester Bezugspunkt. Die Bands der folgenden Jahre griffen den Klang dieser drei Musiker auf. Der Rock 'n' Roll war ihre gemeinsame musikalische Sprache und der Ausgangspunkt für die Suche nach einem eigenen Stil.

Sechziger und Siebziger: von der Psychedelik zum Punk

In den sechziger Jahren verlagerte sich das Geschehen zum Teil nach Großbritannien. Im Vordergrund standen The Beatles und The Rolling Stones. Gleichzeitig entstand der psychedelische Rock, zu dessen wichtigsten Vertretern Jimi Hendrix zählte.

In den Sechzigern und Siebzigern fächerte sich die Rockmusik zunehmend auf. In den Siebzigern entwickelten sich Hardrock und Progressive Rock. Zu den führenden Bands dieser Zeit zählen Led Zeppelin, Deep Purple und Black Sabbath. Parallel dazu kam der Punk auf, vertreten durch die Ramones und die Sex Pistols. Auf der einen Seite stand ein ausladender Klang, auf der anderen standen Einfachheit und Direktheit. Dieser Gegensatz zeigt, wie weit der Begriff Rockmusik damals gefasst war.

Achtziger und Neunziger: Metal, Grunge und Britpop

Anfang der Achtziger trat die New Wave of British Heavy Metal auf den Plan. Zu ihr zählen unter anderem Iron Maiden, Judas Priest und Motörhead. Wenige Jahre später entwickelte sich der Thrash Metal, der mit Namen wie Metallica, Slayer, Megadeth und Anthrax verbunden wird.

In den Neunzigern richtete sich die Aufmerksamkeit der Hörer auf zwei unterschiedliche Richtungen. Die eine war der Grunge aus Seattle, für den Nirvana und ihr Album Nevermind von 1991 zum Symbol wurden. Die andere war der Britpop mit Oasis und Blur an der Spitze. Dieses Jahrzehnt der Rockgeschichte zeigt, dass sich das Genre auf beiden Seiten des Atlantiks gleichzeitig entfalten konnte.

Rock in Deutschland: vom Krautrock bis Rammstein

Ein eigenes Kapitel bildet der Rock in Deutschland, der über Jahrzehnte eine eigene Identität entwickelte. Die Scorpions aus Hannover wurden 1965 gegründet. In den Siebzigern entstand der Krautrock, zu dem etwa Can und Neu! gehören.

In den Achtzigern machte die deutsche Szene mit Thrash Metal aus dem Ruhrgebiet auf sich aufmerksam. Geprägt wurde er von Kreator, Sodom und Destruction. 1982 gründeten sich in Düsseldorf die Toten Hosen, 1994 in Berlin Rammstein. Diese Beispiele zeigen, dass sich Rock in Deutschland nie auf einen Stil beschränkte, sondern von experimentellen bis zu schweren Klängen reichte.

Festivals als Teil der Geschichte

Die Entwicklung des Genres lässt sich auch an Open-Air-Veranstaltungen ablesen. Rock am Ring findet seit 1985 statt. Das Wacken Open Air gibt es seit 1990 in Schleswig-Holstein. Beide Beispiele zeigen, dass zur Rockmusik in Deutschland neben den Bands auch feste Treffpunkte für Fans gehören.

Zusammenfassung

Die Geschichte der Rockmusik ist eine Abfolge verschiedener Strömungen: vom Rock 'n' Roll der fünfziger Jahre über Psychedelik, Hardrock und Punk bis zu Metal, Grunge und Britpop. Jede ging aus der vorherigen hervor, manche nahmen regional Gestalt an, wie etwa in der deutschen Szene. Die weiteren Beiträge des Magazins betrachten einzelne Strömungen genauer.