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Slaughtered Existence im Interview

Fans der Leipziger Band mussten einige Jahre auf das Debüt der Black Thrasher warten, Sänger Erik und Gitarrist Koloss waren lobenswerterweise erheblich schneller mit dem Beantworten meiner Fragen und geben einen Einblick in den Schaffensprozess von "Total Death" und auch warum das Album genau diesen Titel trägt!

Slaughtered Existence 1

(Bildquelle: Facebook)

Seid gegrüßt im fernen Leipzig, wie läuft es gerade bei Euch?

Koloss: Hi, bei uns ist alles super. Erst vor kurzem haben wir unser Release gefeiert und der Abend lief super!

Bitte stellt Euch doch erst mal selber vor. Wer macht was bei "Slaughtered Existence"?

Koloss: Wir bestehen aus Marius am Schlagzeug, Erik am Gesang, Martsen am Bass und ich – der Koloss an der Gitarre. Martsen ist seit 2011 dabei, die restlichen Leute sind Gründungsmitglieder. Bis 2013 hatten wir mit André noch einen zweiten Gitarristen, und haben nach dessen Ausstieg beschlossen, zu viert weiter zu machen.

Euer erstes Album "Total Death" ist im Kasten, meine erste Frage dazu: Warum habt Ihr das Teil nach dem legendären Album von Darkthrone benannt?

Erik: Der Titel sollte einfach das Absolutum beschreiben, das die Scheibe für mich ausmacht. Es geht nicht um kurzweilige Phänomene, um den einen oder anderen Moment, es geht um einen übergeordneten Blick, das Gesamte, eine Generalisierung von Seinszuständen – bis hin zum Tod. Die Parallele zu Darkthrone war unbeabsichtigt, daran dachte ich nicht, als mir spontan (bei der Probe) der Einfall kam.

Lange hat es gedauert bis man wieder etwas Neues von Euch gehört hat, woran lag das?

Koloss: Das lag vor allem daran, dass wir uns auch nach der „The Art of the Knife“ EP noch in einer Stilfindungsphase befanden. Außerdem gab es auch Umbrüche in der Band als 2011 Tom und 2013 André die Band verlies. Wir mussten erst einmal herausfinden mit welcher Richtung wir uns wohl fühlen und haben deshalb auch viel ausprobiert und gejammt.

Erik: Außerdem war ursprünglich das Release einer weiteren EP geplant. Die Idee haben wir aber verworfen und angefangen von 0 am Album zu arbeiten.

Ich finde ja, dass "Total Death" extrem stark geworden ist. Wie seht Ihr das selber? Seid Ihr voll und ganz zufrieden mit dem Ergebnis?

Koloss: Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden mit der Scheibe. Man hat am Ende immer Kleinigkeiten, die man evtl. nachträglich ändern würde oder bestimmte Riffs, die man im Nachhinein doch nicht mehr so toll findet. Aber dennoch bin ich stolz auf das, was wir als Band vollbracht haben und wie wir unseren eigenen Sound gefunden haben.

Erik: Definitiv! Natürlich macht man nicht alles perfekt, aber ich bin sehr glücklich mit der Atmosphäre, die wir geschaffen haben.

Slaughtered Existence  Total deathAuf jeden Fall hat, wie ich finde, der Härtegrad noch ordentlich zugenommen, mehr Black als Death Metal. War das von Anfang an so geplant, oder hat sich das beim Komponieren einfach so ergeben?

Koloss: Aus meiner Perspektive kann ich nur sagen, dass ich in letzter Zeit mich mehr mit Black Metal beschäftigt habe. Auch so findet man ja immer wieder mal neue Bands für sich und die beeinflussen entsprechend auch die Sachen, die ich schreibe.

Erik: Richtig. Ich habe die so entstandenen neuen Riffs mit Vergnügen angenommen, da sie ziemlich gut zu meinen lyrischen Vorstellungen passten.

Was sind so Eure Einflüsse, welche Bands inspirieren Euch?

Koloss: Also im speziellen für dieses Album waren Bands wie Inquisition, Ketzer, Nocturnal, Antichrist und Gospel of the Horns ein großer Einfluss für mich, aber jeder hat natürlich seine Inspirationsquellen mit hinzugetragen.

Wie kann man sich den Schaffensprozess bei Euch vorstellen? Erarbeitet Ihr die Songs zusammen, oder kommt jeder mit 'nem eigenen Song an?

Koloss: Meist entstehen erste Riffs oder Songstrukturen im Proberaum, welche ich dann Zuhause weiterentwickle. Oft fehlen dann noch ein bis zwei Parts, welche ich wieder mit Sachen aus dem Proberaum ergänze und so fügt sich meist ein Song Stück für Stück zusammen.

Wovon handeln Eure Texte und wer ist dafür verantwortlich?

Erik: Das wäre ich. Bis auf Mistress of Fire und Witchfinder General, die sehr spezielle Thematiken haben (Mistress – Pyromanie, Witchfinder General – Ein großartiger Film aus den 60ern, der mich durch seine bivalente Darstellung des „Witchfinder Generals“ begeistert hat („Fear – Fear Not“)), kann man die Texte als verschiedene Blickwinkel auf Entstehung von Lebensstrukturen und Bewusstseinsebenen, sowie die unweigerliche Verflechtung dieser mit dem Tod, beziehungsweise der Zerstörung betrachten - Im großen und ganzen recht pessimistische Blickwinkel. „Cosmos“ z.B. beschreibt den Weg eines unbestimmten Individuums zur Selbstisolation und der Verschmelzung mit dem eigenen Tod. Strike Back und Cult of the Black Flame handeln von dem ständigen Kreislauf von Kreation aus dem Chaos sich immer wieder zerstörender Kreationen – in beiden Fällen mit Blick auf den Klassiker von Mensch und Krieg. Die Scheibe endet (vom Fastkill-Cover abgesehen) mit dem Lovecraft’schen Total Death - das endgültige Ende, das im ersten Song „Annihilation Now!“ hervorbeschworen wird.

Würdet Ihr sagen, dass Ihr Euren ganz eigenen Sound nun gefunden habt?

Koloss: Ja, ich denke schon. Klar lässt sich der Sound prinzipiell in der Richtung Black Thrash einordnen, aber gerade dadurch, dass wir z.B. den Bass stärker hervorheben und ab und zu auch groovige Parts dabei haben, denke ich schon, dass wir uns in gewissem Sinne vom 08/15 Sound abheben. Wobei wir aber nicht den Hang zu „straighten“ Parts verloren haben.

Habt Ihr eigentlich noch Kontakt mit den anderen Bands von der "Thrashers Apocalypse" Split?

Koloss: Ja, mit BitchHammer sowieso, da man die Leute immer wieder bei Konzerten trifft oder mit ihnen Konzerte spielt. Mit den Leuten von Leather Phantom habe ich (Koloss) immer wieder privat Kontakt, allerdings hat sich ja die Band erst kürzlich aufgelöst. Die Hell Patrol Leute trifft man auch ab und an mal.

Seid Ihr ganz bewusst komplett unabhängig, oder würdet Ihr auch gerne bei 'nem Label unterkommen? Wenn ja, gibt es da auch Wunsch-Labels oder Läden, die Ihr komplett ablehnen würdet?

Koloss: Wir waren im Vorfeld vom Release auf der Suche nach Labels, aber leider kam eben gar nichts zurück oder die Labels waren für über ein Jahr voll. Undercover Records oder Ketzer Records wäre schon nicht übel gewesen. Vielleicht schaffen wir es noch ein Label für eine Vinyl Release zu begeistern.

Wird es irgendwann vielleicht auch eine Vinyl-Version von "Total Death" geben, oder ist so etwas finanziell gesehen jenseits von Gut und Böse?

Koloss: Ja als einzelne Band ist es schon recht teuer. Zum Vergleich bei der Thrashers Split haben wir ca. 1200 Euro für 200 Stück bezahlt, wobei dabei die Rechnung durch vier Bands mit jeweils drei-fünf Leuten ging. Dementsprechend wäre es am ehesten über ein Label möglich. Wir würden uns natürlich alle wünschen, dass das noch nachträglich klappen würde.

Wie sieht die Leipziger Metal Szene aus? Es gibt auf jeden Fall einige geile Bands, aber wie sieht es mit Plattenläden, Metal-Kneipen und Clubs aus?

Koloss: Plattenläden gibt es schon ein paar gute, aber ich kann jetzt keinen besonders herausragenden empfehlen. Allerdings ist einmal im Quartal immer Plattenbörse im Werk2 in Leipzig, bei der man doch öfter mal interessante Scheiben mitnehmen kann. An Clubs kann ich auf jeden Fall den Schuppen in Connewitz und das 4Rooms in Reudnitz empfehlen.

Seid Ihr selber auch "Jäger und Sammler"? Sammelt Ihr LPs/CDs/Shirts oder sonst was?

Erik: Ich würde mich nicht als Sammler bezeichnen wollen, aber ich kaufe, was mir gefällt, und das ist eine ganze Menge^^ Platten, Tapes, CDs, Shirts, her damit!

Koloss: Bei mir ist das ähnlich. Oft entdecke ich neue Bands live oder im Netz und lege mir dann meist die Vinyls, CDs oder Shirts zu.

Was war bis jetzt der geilste Moment mit der Band? Und was wollt Ihr unbedingt noch erreichen? (Auftritt in Wacken oder Titelstory im Metal Hammer?)

Koloss: Da fällt mir jetzt konkret leider keiner ein. Prinzipiell waren eigentlich die meisten Gigs klasse. Es macht immer Spaß neue Orte kennenzulernen oder hier in Leipzig mal wieder mit Freunden und neuen Bekanntschaften zu feiern. Mal auf einen Festival zu spielen wäre noch ne nette Sache und natürlich noch größere Bekanntheit zu erlangen wäre auch gut.

Erik: Es gibt letztendlich keine großen Ziele. Wir machen Mucke und das machen wir.

Koloss, gibt es Dein gleichnamiges Solo-Projekt eigentlich noch?

Koloss: Jap, das gibt es noch. Das Album ist auch schon zum großen Teil fertig geschrieben. Es fehlen lediglich noch Kleinigkeiten. Allerdings hatte ich in den letzten Monaten keine Zeit und Motivation weiter zu machen. Aber ich werde mich bemühen, das demnächst in Angriff zu nehmen.

Hat Euer Sänger Erik auch diesmal wieder das Cover gestaltet?

Koloss: Er gestaltet prinzipiell immer das Cover und das klappt auch gut so. Denn er weiß ja was er in den Texten schreibt und kann das dann entsprechend in den Bildern umsetzen, deshalb könnte ich mir auch gar nicht vorstellen Jemanden dafür zu engagieren.

Welches Metal-Album hat Euch in letzter Zeit so richtig vom Hocker gehauen?

Koloss: Die „Complete and Total Hell“ von Midnight nachdem ich die Band das erste Mal live gesehen habe. Außerdem Mantar – “Death by Burning”, Goatwhore – “Constricting Rage of the Merciless”, Erazor – “Dust Monuments”, Angelus Apatrida – “Hidden Evolution”, Lightnings Sword of Death – “the Extra Dimensional Wound”, Räd Räts – “Roadkill Kommando”

Erik: Die neue Deathhammer ist ein Wahnsinn! Alucarda haben mit der „Raw Howls“ auch ein wunderbares Werk geschaffen. Die spielen Satan’s Satyrs Sound besser, als es Satan’s Satyrs derzeit selbst tun. Wobei ich auch bei denen gespannt auf die neue bin. Und Nifelheims „Satanatas“ war natürlich auch ganz groß!

Was sind die nächsten Pläne für "Slaughtered Existence"?

Koloss: Wir halten derzeit die Ohren offen um noch ein paar Gigs einzufahren und den totalen Tod weiter zu verbreiten.

Das soll es von mir gewesen sein, die letzten klugen Worte sollen Euch gehören!

Koloss: Support the Underground and praise total Death!

Heißen Dank, dass Ihr Euch die Zeit für meine Fragen nehmt!

Christian Hemmer

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